Englandfahrt 2019

Am Freitag, dem 12. 04.2019 traten die neunten Klassen des Paul-Schneider-Gymnasiums um 01:00 Uhr nachts die Fahrt nach England an. Die Hinfahrt dauerte ungefähr zwölf Stunden.

Am ersten Tag wurden von zwei Gruppen pro Klasse Präsentationen über Hastings gehalten, weil wir am ersten Tag sowieso in Hastings waren. Danach hatten wir etwas freie Zeit, in der wir etwas zu essen kaufen konnten. Um ca. 18 Uhr wurden wir dann von unseren Gastfamilien abgeholt. In den Gastfamilien angekommen, gab es für die meisten von uns ein zufriedenstellendes Abendessen, nach welchem wir dann einige erholsame Stunden voll Schlaf bekamen.

Am nächsten Morgen ging  jede Gruppe nach dem Frühstück zu der ihnen zugeteilten Bushaltestelle, an denen wir von unseren Lehrern und dem Bus abgeholt wurden. Es war Zeit für die Küstenwanderung, auf die einige von uns sich schon sehr gefreut hatten, während andere Bange vor der langen Strecke hatten. Wir hatten, wie an allen anderen Tagen auch, großes Glück mit dem Wetter. Es war während des gesamten Aufenthaltes sonnig und für englische Verhältnisse recht warm. Als wir nach der Küstenwanderung in Eastbourne ankamen, fuhren wir mit dem Bus zurück nach Hastings und teilten uns dort in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe ging zuerst durch Hastings, um die Fragen für die Stadt-Rallye abzuarbeiten, die andere Gruppe nahm währenddessen an dem etwas seltsamen, aber sehr informativen “Tea-Time-Ereignis“ teil. Nach ungefähr zwei Stunden wurden die Rollen dann getauscht, sodass ein jeder von uns beides erleben durfte.

Mittwochs sind wir sogar eine halbe Stunde früher losgefahren, damit wir etwas mehr Zeit in London haben konnten, da die Fahrt selbst schon etwa 2 Stunden dauerte. In London wurden uns zunächst die Regeln in der U-Bahn erklärt und was wir zu tun hätten, falls wir unsere Gruppe verlieren sollten. Dann sind wir mit der U-Bahn zum Tower of London gefahren, welchen wir dann auch von innen besichtigen konnten. Es war sehr interessant zu sehen, wie diese alten Gemäuer von typischen englischen Wächtern bewacht werden. Als wir mit unserer Besichtigung fertig waren, gingen wir an der Themse entlang in Richtung London Eye, welches jetzt Coca-Cola London Eye heißt, da es von Coca Cola gekauft wurde. Nach unserer zweitstündigen Freizeit gingen wir in zuvor eingeteilten Gruppen zu unseren geführten Stadtrundgängen. Es gab drei Auswahlmöglichkeiten, von einer Harry-Potter-Tour über einen Rundgang, bei dem es um Jack the Ripper ging, bis hin zu einer Tour, das sich den „Geistern“ widmet. An diesem Tag kamen wir erst um 21 Uhr in unseren Gastfamilien an und gingen deshalb direkt zu Bett, da wir bereits in London zu Abend gegessen hatten.

Am Donnerstag gab es gleich zwei Programmpunkte. Zunächst fuhren wir ins recht nah bei Hastings liegende Rye. Auch hier teilten wir uns wieder in zwei Gruppen auf und besichtigten einerseits die Kirche, von deren Spitze man einen atemberaubenden Ausblick auf Rye und dessen Umgebung hat, und andererseits hörten wir uns eine Präsentation über die Geschichte von Rye und dessen Bewohner an. Der zweite Programmpunkt für diesen Tag war Canterbury, hier hatten wir wieder ein wenig Zeit, etwas zu essen und Andenken zu kaufen. Im Anschluss betraten wir die Canterbury Cathedral, welche unfassbar groß ist und trotzdem extrem feine Strukturen bis zur obersten Spitze besitzt. Die Kirchenfenster sind wirklich großartig gearbeitet und auch für Schüler in unserem Alter war es sehr interessant anzusehen, wie unglaublich groß eine Kirche sein kann und wie beeindruckend der Baustil ist. An diesem Abend kamen wir wieder etwas früher zurück nach Hastings, sodass wir noch etwas in unseren Gastfamilien zu Abend essen konnten.

An unserem letzten Tag traten wir die Heimreise an. An diesem Tag wollten wir uns eigentlich den Buckingham Palace noch einmal alle gemeinsam ansehen, doch dort war es so voll, dass unsere Lehrer beschlossen, doch lieber direkt zur Oxford Street zu laufen, wo wir dann etwas mehr Zeit hatten um beispielsweise nach China Town zu laufen oder um uns etwas bei den sehr deliziösen Streetfood-Ständen aus aller Welt zu kaufen oder auch Klamotten. Nachdem wir wieder alle zusammengekommen waren, gingen wir in drei Gruppen zu drei verschiedenen Museen, die auch für unser Alter relativ interessant waren. Hierfür hatten wir etwa 3,5 Stunden Zeit. Langsam neigte sich unsere Fahrt dem Ende zu. Bevor wir wieder zurück nach Deutschland fuhren, durften wir an der Endstation der U-Bahn noch einmal in einen Supermarkt gehen, um uns mit Verpflegung für die Fahrt auszustatten. Nach zwölf Stunden Fahrt waren wir dann wieder in Deutschland angekommen, wo unsere Eltern schon auf uns warteten.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal unseren Lehrern danken, die diese Fahrt für uns sehr interessant gestaltet haben und sich wirklich Mühe gegeben haben, das Programm spannend, aber auch informativ zu halten.

 

Silas Struss, 9a

 

Englandfahrt 2018

Unsere Fahrt begann, wie jede andere Englandfahrt auch, an einem Sonntag um 23:45 Uhr am PSG. Sonst sollte unsere Reise allerdings nur kaum den bisherigen ähneln, was sich schon nach wenigen Stunden Fahrt zeigte.

Wir nutzten eine kurze Pause an einer belgischen Raststätte, um schnell auf die Toilette zu gehen und uns mit Süßigkeiten und Getränken für den Rest der Fahrt auszustatten. Zu diesem Zeitpunkt war uns allen noch nicht klar, dass wir an dieser Tankstelle, aufgrund eines technischen Defektes am Bus, sowohl den Sonnenaufgang miterleben als auch die Mittagsstunden verbringen würden. Als aber unser Busfahrer – der unter der Situation wohl noch mehr litt als wir – vor Verzweiflung um 6 Uhr bereits das dritte Päckchen Zigaretten des Tages anbrach, wussten wir, dass die Sache ernst war. Nach immerhin zehn Stunden an der Raststätte konnte die Fahrt weitergehen. Nachdem wir auf der Fähre mit einem Abendessen entschädigt worden waren, kamen wir etwa um halb elf in Hastings an, wo die meisten von uns direkt von Taxis oder ihren Gasteltern abgeholt wurden, um nach der 24 Stunden langen Fahrt in den Betten der Gastfamilie ein paar wohlverdiente Stunden Schlaf zu genießen.

Am nächsten Morgen starteten wir früh, um eine Klippenwanderung zu machen, auf die sich einige von uns sehr freuten. Als wir nach etwa zwei Stunden Fahrt aus dem Bus stiegen, gab es genau einen Spruch, der das Problem sehr passend beschrieb: „Wie Sie sehen, sehen Sie nichts!“ Der englische Nebel sorgte für Absturzgefahr, sodass die Klippenwanderung aus Sicherheitsgründen nicht stattfand. So kehrten wir wieder um, um den Rest des Tages in Hastings zu verbringen.

Zurück in Hastings, wendete sich dann das Blatt. Dort wurden wir nämlich von strahlendem Sonnenschein empfangen und konnten nach einem kurzen Marsch durch die Stadt unsere Freizeit am Meer und in der Innenstadt genießen. Am Abend erwartete uns dann noch eine Tea Time, die uns auf etwas fragwürdige, aber durchaus interessante Art und Weise die Geschichte und den Ablauf solcher Zeremonien näher brachte. Wussten Sie zum Beispiel, dass es sehr zu empfehlen ist, seinen Tee gegen den Uhrzeigersinn zu rühren? – Wir auch nicht.

Mittwochs starteten wir noch früher in den Tag, um mehr Zeit an unserem Zielort, der Hauptstadt des Vereinigten Königreiches, zu haben. In London angekommen, besichtigten wir in Kleingruppen den Tower of London. Für die meisten von uns war die Besichtigung der Kronjuwelen, aber auch das Miterleben eines Wachwechsels vor dem Tower sehr beeindruckend. Bei einem anschließenden Lauf durch die Stadt ließen wir wohl kaum eine Sehenswürdigkeit in London unbesichtigt. Wir sahen den Palace of Westminster, Downing Street 10, den Buckingham Palace und nebenbei das London Eye. Bevor wir zurück nach Hastings fuhren, ließen wir den Abend, fasziniert von dem Trubel einer Großstadt, bei guter Straßenmusik am Piccadilly Circus ausklingen. Wir hatten das Glück, während der Rush Hour mit der U-Bahn zu fahren, und konnten London so nicht nur sehen, sondern auch fühlen, während wir die Fahrt zum Bus in vollen Zügen genossen.

Am Donnerstag standen gleich zwei Städte auf dem Programm. Vormittags besuchten wir Canterbury. Dort hätte es vermutlich noch mehr zu sehen gegeben, doch wir konzentrierten uns auf die Canterbury Cathedral, das wohl imposanteste Gebäude der Stadt. Das beeindruckende Gemäuer zeigt die Baukunst verschiedener Epochen, und die kunstvoll und bis ins kleinste Detail verzierten Fenster faszinierten sowohl uns als auch die anderen Besucher der Kathedrale, in der das Oberhaupt der anglikanischen Kirche seine Gottesdienste hält. Nach einer großzügigen Freizeit besuchten wir dann Rye, eine schöne, unter Denkmalschutz stehende Stadt, die von ihren altertümlichen Gebäuden und Straßen geprägt ist. So ging der vorletzte Tag unserer Fahrt zu Ende.

Der letzte Tag sollte dann wieder sehr früh beginnen, denn das Reiseziel hieß wieder: London. Nach einer ausgiebigen Freizeit in der Oxford Street konnten wir uns das Programm für den Rest des Tages selbst aussuchen. Zur Wahl standen das Science Museum, das British Museumnsowie die National Gallery. Das British Museum bot ein sehr vielseitiges Programm, wobei der Rosetta Stone, ein Stein, mit dessen Hilfe das Entziffern von Hieroglyphen erstmals möglich war, das Highlight der Ausstellung war. Auch dieser ereignisreiche Tag ging zu Ende. Wir waren alle froh, nach dem anstrengenden Programm der Woche die Zeit im Bus zum Schlafen nutzen zu können.

Wir hatten wohl nicht besonders viel Glück während der Fahrt und ziemlich sicher auch nicht das beste Wetter, das man sich hätte wünschen können, aber dennoch hat uns unsere Fahrt sehr viel Spaß gemacht. Obwohl uns der erste Tag leider eher die flämische als die englische Sprache näher gebracht hat, konnten wir in den restlichen Tagen der Fahrt noch viel sehen, erleben und auch lernen – und sei es nur das Einsteigen in einen Bus.

Deshalb wollen wir uns bei unseren Lehrern bedanken, die uns mit ihrer lockeren Art, der großzügigen Freizeitplanung, einem tollen Programm und ein bisschen Humor trotz aller Umstände diese schöne Fahrt ermöglicht haben!