Paddel-Tour des Sport-Leistungskurses 12 in die Steiermark
Segeltörn auf dem Watten- und Ijsselmeer (Jgst 12) 2018

Für 26 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Paul-Schneider-Gymnasiums ging es am 08.04.2018 auf große Fahrt. Um 13.00 Uhr traf sich die ganze Mannschaft mit den zwei leitenden Lehrern Frau Schäfer und Herrn Glasenapp am PSG, um mit dem Bus nach Holland, in die Hafenstadt Harlingen, zu fahren, wo unser Segelschiff, die ,,Aldebaran“, lag. Gegen 21.00 Uhr kamen wir in Harlingen an und verbrachten die erste Zeit damit, die ,,Aldebaran“ zu suchen. Als wir das Segelschiff gefunden hatten, begannen wir unsere Sachen auf das Schiff zu transportieren. Obwohl wir über zwei andere Schiffe steigen mussten um zu unserem zu gelangen, funktionierte alles recht schnell, da jeder jedem half und wir gut im Team zusammenarbeiteten. Nach dem Essen erzählten und sangen wir in gemütlicher Atmosphäre und ließen den Abend ruhig ausklingen, bis sich alle zum Schlafen in ihre Kajüten zurückzogen.  Alle Schülerinnen und Schüler, aber auch unsere Lehrer, waren gespannt auf die nächsten Tage und freuten sich auf die bevorstehende Zeit.

Am darauffolgenden Tag lernten wir unseren Skipper Frank Fischer und die Maat Natalja Pibenga kennen, die uns die wichtigsten Regeln und Knoten lehrten, die wir kennen mussten. Anschließend stachen wir in See und peilten die Insel Vlieland als erstes Etappenziel an. Beim Segeln war es wichtig, dass wir das Gelernte anwenden konnten, denn nur mit den richtigen Handgriffen konnten wir die Segel setzen, die Leinen lösen und wieder befestigen. Nachdem die Mannschaft ihre Aufgaben erledigt hatte, hatten wir etwas Zeit auf dem Schiff, während der Skipper die ,,Aldebaran“ steuerte. In dieser Zeit hörten wir uns die vor der Fahrt vorbereiteten Referate unserer Mitschüler an, die uns mehr über die verschiedenen Inseln, das Wattenmeer oder die physikalischen Grundlagen des Segelns verrieten. In Vlieland angekommen, hatten wir Freizeit, um die Insel zu besichtigen oder den Strand zu sehen. Vlieland ist eine kleine westfriesische Insel, mit ca. 1145 Einwohnern . Der Hauptort ist Oost-Vlieland, in dem sich das älteste Haus der Insel, das heute ein Museum ist, befindet. Am Abend bereitete das erste Kochteam die erste warme Mahlzeit des Tages vor. Anschließend gingen viele schlafen oder beschäftigten sich noch mit Gesellschaftsspielen. Dienstags segelten wir nach Terschelling. Sie ist eine der fünf bewohnten westfriesischen Inseln und hat durch ihre Lage am Wattenmeer eine artenreiche Flora und Fauna. Dort hatten wir ebenfalls wieder etwas Freizeit, um den Strand und die Insel kennenzulernen. Die Insel verfügt über Dünen und Salzwiesen, die einen perfekten Brut- und Rastplatz für verschiedene Vogelarten bieten. Daher konnte man oft verschiedene Gruppen von Zugvögeln entdecken sowie auch andere Tiere und Pflanzen. Am darauffolgenden Morgen fand unsere Wattwanderung statt. In wasserabweisende und warme Kleidung eingepackt, machten wir uns auf den Weg ins Watt. Dort hörten wir erneut einige Referate und erfuhren viel über das Ökosystem Watt und wie sich Flora und Fauna an die Gezeiten angepasst haben. Gegen Ende unserer Wattwanderung versickerten wir immer tiefer im Schlick. Dies signalisierte uns, dass wir unsere Wanderung schnellstmöglich beenden sollten. Auf dem Rückweg zum Festland jedoch sackten viele tief in den Schlick ein, wodurch keiner sauber blieb und der ein oder andere sogar Schuhe und Socken verlor. Zurück am Segelschiff angekommen, wurden wir mit dem Wasserschlauch sauber gemacht und zogen uns frische Sachen an, um erneut die Segel zu setzen. Unser nächstes Ziel war Texel. Diese ist die größte und westlichste der westfriesischen Inseln. Texel ist durch ihre abwechslungsreiche Landschaft, ein schönes kleines Städtchen, einen großen Strand und eine Seehund-Auffangstation, ein beliebtes Touristenziel. Da unser Anlegeplatz weit von den Sehenswürdigkeiten der Insel entfernt war, entschieden wir uns dazu, Fahrräder zu mieten und in kleineren Gruppen die Insel zu besichtigen. Dies war sehr abwechslungsreich und ein tolles Erlebnis für alle. Donnerstags segelten wir nach Medemblik. Dieses Mal gab es eine Besonderheit beim Segeln: Da Medemblik eine Stadt am IJsselmeer ist, mussten wir eine Schleuse passieren, um dorthin zu gelangen.Dies war für viele eine neue Erfahrung. Das Ijsselmeer ist mit über 1000 Quadratkilometernder größte Süßwassersee der Niederlande. Rund um das IJsselmeer gibt es viele kleine und schöne Städte. Dazu gehören Lemmer, Makkum, Workum, Hoorn, Lelystad, Urk, Enkhuizen, Andijk, Amsterdam und Medemblik. Medemblik ist eine Stadt mit 8000 Einwohnern. Sie hat einige Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die mittelalterliche Friesenburg Radboud und die St. Bonifatius-Kirche und ist durch Wassersport und Landwirtschaft geprägt. Der darauffolgende Tag war der Tag vor unserer Heimkehr. Daher segelten wir zurück nach Harlingen. Mittlerweile klappte das Segeln nahezu perfekt. Jeder wusste was er zu tun hatte und jeder Handgriff saß. Wir waren über die Woche zu einem Segelteam zusammengewachsen, welches sich gegenseitig ergänzte. In Harlingen angekommen liefen wir nochmal zum Abschluss alle gemütlich durch die Hafenstadt und packten anschließend schon mal das Gröbste zusammen. Am letzten Morgen putzten wir nach dem Frühstück das Schiff und brachten das Gepäck an den Kay und anschließend in den Bus. Auch dies funktionierte durch Teamarbeit wieder reibungslos, sodass wir pünktlich um 09.00 Uhr unsere Heimfahrt starten konnten.

Abschließend lässt sich sagen, dass unser Segeltörn eine aufregende und lehrreiche Erfahrung war. Wir haben viel erlebt und sind als Gruppe zusammengewachsen. Trotz Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf die Kapazität an Essen zwischenden ,,Jungs“ und den ,,Mädels“, fanden wir immer eine Lösung und hatten viel Spaß miteinander. Ein großes Dankeschön geht an unseren Skipper und unsere Maat, sowie auch an unsere Kapitäne Mario Glasenapp und Alexandra Schäfer. Danke für die schöne Zeit, Ihre Unterstützung und Geduld.

Ahoi und bis bald , Ihre Jahrgangsstufe 12

(Jacqueline Preuss, Maren Bernhard, Sarah Matysiak)

 

Fahrt der Jgst. 13 nach Verdun (2018)

Mehr oder weniger pünktlich machte sich die Jahrgangsstufe 13 bzw. machten sich die, die nicht kurzfristig krank geworden waren, am kalten 21. Februar dieses Jahres um 8 Uhr in der Früh auf die 3 1/2stündige Fahrt nach Verdun, Frankreich. Bei einer geplanten Rückkehr um 8 Uhr am Abend, war von Anfang an abzusehen, dass wir den Großteil des Tages nicht in Verdun selbst, sondern im Bus verbringen würden. Trotzdem war die Stimmung im Bus gut und ausgelassen, unter anderem deshalb, weil wir unterwegs dem Wissen der Geschichtskoryphäe Günther Borlinghaus lauschen durften.

Erstes Ziel der Fahrt war das Memorial de Verdun, ein Museum, welches mit vielen Quellen aus der Zeit des Ersten Weltkrieges und speziell der Schlacht um Verdun aufwarten konnte. Schon dort konnten wir uns einen Eindruck machen, unter welch großem Elend sich das Leben und Sterben in der „Hölle von Verdun“ abspielte. Verstärkt wurde dieser Eindruck durch den anschließenden Besuch des Forts Vaux, eines von ehemals 28 Festungswerken um Verdun. Die starken Zerstörungen am Fort zeugen noch heute von den erbitterten Gefechten, die sich die deutschen und französischen Soldaten um diese Stätte lieferten. Viel Wissenswertes wurde uns in einer anschließenden Führung, glücklicherweise auf Deutsch, von einem ortskundigen französischen Führer vermittelt. Als letzter Punkt stand nun eine Wanderung mit folgender Besichtigung des bekannten Beinhauses und der umliegenden Gräberfelder an. Auf der etwa einstündigen Wanderung marschierten wir durch die noch heute von Kratern geprägte Landschaft, deren Boden von Millionen Granaten und Geschossen zerfetzt wurde. Bei Ankunft am Beinhaus bot sich uns ein wahrhaft beeindruckender wie auch trauriger Anblick. Unzählige Kreuze markieren über 15.000 Gräber der Gefallenen und zeugen damit noch heute von des Menschen unvorstellbarer Fähigkeit zur Gewalt. Im dahinter befindlichen Beinhaus sind die Überreste von über 130.000 unidentifizierten Soldaten beider Kriegsparteien bestattet. Auch sie sind verstummte, aber doch mahnende Zeugen, die uns auf ewig daran erinnern sollen, dass so etwas nie wieder passieren darf. In den heutigen Zeiten, in denen viele Politiker aus aller Welt Hass und Angst schüren, eine umso wichtigere Botschaft.

Mit vielen wichtigen Eindrücken traten wir nun gegen 15.30 Uhr die Heimreise an, die planmäßig verlief.

Insgesamt war es eine, wie wir finden, sehr interessante und auch wichtige Fahrt, die von den Herren Fey und Emrich bestens geplant und organisiert wurde. Was von allen, auch von den Lehrern, negativ angemerkt wurde, war der enge Zeitplan, der durch die Bedingungen des gemieteten Busses leider unumgänglich war. Vielleicht lässt sich dies in Zukunft doch etwas anders handhaben. Dennoch werden die Eindrücke und Informationen bei allen Mitfahrern nachhaltig im Gedächtnis bleiben.

Windsurfing in den Niederlanden (Sport-Leistungskurs 12, Juni 2017)

Im Sport-LK der Jahrgangsstufe 12 steht jedes Jahr eine kursbezogene Fahrt mit sportlichem Hintergrund auf dem Programm. In diesem Jahr fuhren wir, fünf Jungs und drei Mädchen, zusammen mit unserer Kursleiterin Frau Sander und unter Begleitung von Herrn Wöllstein nach Biddinghuizen in Holland am Veluwemeer.

Unsere Fahrt begann am Sonntag, dem 19.06.17. Nach langer Zugfahrt (9:00- 18:00 Uhr) mit einigen ungeahnten Problemen beim Umsteigen holten uns Herr Wöllstein und Dominik (sein Neffe) in Harderweijk am Bahnhof ab und brachten uns ins Camp. Kurz darauf stellten sich auch schon die Campleiter Frank und Max vor, die uns die wichtigsten Regeln erklärten und das Camp zeigten. Da wir aufgrund der langen Fahrt alle sehr hungrig waren, aßen wir zusammen im kleinen Hafen-Imbiss am Camp und entspannten danach mit unseren Lehrern und den Surflehrern am Feuer.

Am folgenden Tag stand um 9 Uhr das Frühstück an, denn schon um 10 Uhr begann der Surfkurs mit Herrn Wöllstein, der fortan die ganze Woche liebevoll nur noch „Coach“ genannt wurde. Zuerst lernten wir den Umgang mit dem Material (Surfbrett und Rigg), unter anderem Auf- und Abbau. Das erste Kennenlernen des Brettes fand im Wasser in Form von kleinen Spielen und Wettkämpfen statt.

Nachdem wir uns am Mittag nochmal gemeinsam gestärkt hatten, ging es nach dem Essen sofort wieder hinaus aufs Wasser. Dort gelang es uns allen schnell, die ersten Meter mit Brett und Rigg zurückzulegen. Wir machten minütlich Fortschritte, sodass man schnell von „Surfen“ und nicht nur von „ins Wasser fallen“ reden konnte. Nach unserer Surfstunde bereiteten wir am Abend unser Abendessen im Küchenzelt zu und aßen gemeinsam, bevor wir den Abend am Feuer ausklingen ließen.

Der nächste Tag begann wie gewohnt um 9 Uhr mit dem Frühstück. Auch danach ging es bei über 30 Grad wieder direkt auf Wasser und Coach Wöllstein half uns dabei, die gestern von ihm gelernten Grundlagen zu verbessern. Hinzu kam an dem Tag die anfangs etwas schwierige Wende auf dem Surfbrett. Auf die morgendliche Lerneinheit folgte wie gewohnt das Mittagessen und im Anschluss die nächste Surfstunde. Der Tag wurde wie gehabt mit gemeinsamen Kochen und Lagerfeuer beendet.

Der Mittwoch startete wie gewohnt mit Frühstück und Surfen, vor allem Coach Wöllstein war sehr gut gelaunt, da wir alle große Fortschritte machten (z.B. das Fahren in einer Linie, welches einer Entenfamilie ähnelte). Gegen Mittag ging es für uns mit Fahrrädern, Inlinern oder mit dem Cityroller ins 8km weit entfernte Elburg. Dort aßen wir gemeinsam in einem kleinen Fischrestaurant am Hafen und machten anschließend einen kleinen Stadtrundgang mit individuell gestaltbarer Freizeit.

Nachdem wir alle auch den Rückweg heil überstanden haben, wurde das Abendessen angerichtet, und es folgte eine Theoriestunde vom Coach, welche uns auf die theoretische Prüfung vorbereiten sollte.

Doch zunächst begann der Donnerstag nach dem Frühstück mit unserer praktischen Prüfung. Diese bestand darin, eine nahegelegene Insel zu surfen, was aber für uns nach den überragenden Übungsstunden mit unserem Coach kein Problem darstellte. Jeder bestand die Prüfung ohne Probleme.

Am letzten Abend fand um 16:00  die theoretische Prüfung statt, welche wir alle, ohne in eine mündliche Nachprüfung zu müssen, bestanden. Jeder von uns erhielt also am Abend den Grundschein zum Windsurfen, was mit einer Zeremonie (der „Surf-Taufe“ – organisiert und durchgeführt von den Campleitern) gebührend gefeiert wurde.

Auch diesen letzten Abend ließen wir gemeinsam am Lagerfeuer ausklingen.

Neben dem Frühstück standen an unserem letzten Tag die Neopren-Abgabe, das Putzen der Holzhütten, das Aufräumen des Camps sowie das Packen der eigenen Taschen auf dem Plan. Gegen 13 Uhr machten wir uns auf den Heimweg.

Abschließend lässt sich zur Fahrt sagen: tolles Camp, super Wetter, klasse Stimmung in einer tollen Gruppe, wir sind viel gesurft und haben sehr viel gelernt.

 

Der LK Sport