Oktober 2019

Montage des neuen Aufzugs in den Ferien begonnen

Den verglasten Brückenturm vorsichtig mithilfe eines Mobilkrans in die vorgesehene Position einzuheben, war keine leichte Aufgabe. (Foto: Roswitha Kexel)

Barrierefreiheit im Paul-Schneider-Gymnasium kostet allein in diesem Fall 240 000 Euro

Das Paul-Schneider-Gymnasium in Meisenheim strebt die Barrierefreiheit an. Ein weiterer Schritt in diese Richtung ist eine neue Aufzugsanlage. In einer spektakulären Aktion wurden nun Schachtteile und verglaste Brückentürme für den neuen Personenaufzug mit einem Mobilkran eingehoben. Frei schwebend, wurde die Stahlkonstruktion über ein Schutzgerüst gehoben, das bis zum oberen Stockwerk reicht, und anschließend an Ort und Stelle montiert. Die In stallateure mussten Millimeterarbeit abliefern.
Die vorher erforderlichen Beton- und Erdarbeiten hatten die Mitarbeiter der Breitenheimer Firma Gehres ausgeführt. Dabei gab es allerdings Komplikationen. Wegen schlechter Baugrundverhältnisse sei die Gründung relativ aufwendig gewesen, berichtete der Planer und Bauleiter Manfred Denzer aus Becherbach/Pfalz. So musste der Schacht für das Fundament für den 12,30 Meter hohen Stahlaufbau 3,70 Meter tief ausgehoben werden, um die notwendige Standsicherheit zu gewährleisten. Die Voraussetzungen für den Einbau des Schachtgerüsts aus Stahlrohrprofilen mit Sandwichbekleidung konnten rechtzeitig bis zur Anlieferung erledigt werden.
Die Bauteile für den Aufzugsschacht wurden von der ausführenden Firma Lackus, Schlosserei und Sonderkonstruktionen, aus Forst in Baden weitgehend vorgefertigt angeliefert. Den Aufzug selbst fertigt und montiert die Aufzugfirma Kasper aus dem saarländischen Nonnweiler-Primstal. Hierfür wird auch ein rollstuhlgerechter Fahrkorb gebaut.
Die verglasten Brückentürme dienen der Anbindung der höhenversetzten Geschosse zwischen Alt- und Neubau. Diese unterschiedlichen Höhen der beiden Gebäude hatten den Architekten vor eine Herausforderung gestellt. Diese sei allerdings nach der Einschätzung der Schulleitung und Gernot Bräkers, Architekt der Evangelischen Kirche im Rheinland, die Träger des Meisenheimer Gymnasiums ist, gut gelöst worden. Bräker verfolgte auch das Einheben und die Montage der Brückentürme. Er begleitet die Baumaßnahme am PSG in beratender Funktion. Die Inbetriebnahme der Aufzugsanlage ist für Mitte 2020 geplant.
Die Baukosten belaufen sich auf rund 240 000 Euro, wie Architekt Manfred Denzer erläuterte. Die Summe wird von Bund und Land sowie der Schulstiftung und der „Aktion Mensch“ gefördert. Neben dem Personenaufzug zwischen Haupt- und Nebengebäude ist auch der Einbau von Hubliften zum Überwinden der Differenztreppen an den Eingängen zur Aula und zum Sportbereich geplant.
Die Arbeiten am Neubau der Mensa mit 80 Sitzplätzen samt Küche, Nebenraum zur Vorbereitung sowie Kiosk/Bistro laufen derzeit ungebremst weiter. Auch die frühere überdachte Pausenhalle und das angrenzende Bestandsgebäude werden saniert und dann Teil des Speisesaals. Denzer rechnet mit Baukosten in Höhe von insgesamt rund 1,4 Millionen Euro.

Rheinzeitung (Öffentlicher Anzeiger) vom 07.10.2019

2019 von Michael Schmitz (Kommentare: 0)