"Ich, Anne" – Theatervorführung am 29. Oktober 2019

von Michael Schmitz (Kommentare: 0)

Am 29. Oktober 2019 führte ein Schauspielduo, bestehend aus Daniela Mitterlehner und Christian Katzorke, das Theaterstück „Ich, Anne!“ für die Klassenstufen neun bis zehn auf. Das Stück gab einen beeindruckenden Einblick in das Leben der jungen, hoffnungsvollen Anne Frank, welche zu den bekanntesten Opfern des Holocaust gehört. Sie führte vom 12. Juni 1942 bis zum 1. August 1944 ein Tagebuch. Nachdem sich die Situation für Juden auch in Amsterdam immer weiter zuspitzte, versteckte sich Anne Frank zwei Jahre lang mit Familienangehörigen und Bekannten vor den Nationalsozialisten in einem Hinterhaus der Firma ihres Vaters am Prinsengracht 263. Ihr Tagebuch endete drei Tage vor ihrer Verhaftung. Mit dem letzten Transport vom „Judendurchgangslager“ Westerbork wurden alle Untergetauchten nach Ausschwitz deportiert. Anne Frank starb schließlich zwischen Ende Februar und Anfang März 1945 im Alter von fünfzehn Jahren im KZ Bergen-Belsen. Ihr Vater Otto Frank überlebte als einziger der Hinterhausbewohner. Später veröffentlichte er das Tagebuch seiner Tochter.

Das Publikum konnte Anne und Peter auf dem Dachboden des Hinterhauses verfolgen, wie sie auf ein schnelles Kriegsende und auf ein Leben in Freiheit hofften. „Ich werde Schriftstellerin, ich werde mein Tagebuch zu einem Roman umarbeiten und dann berühmt werden“, war sich das junge Mädchen sicher.

Immer wieder wurde das Stück durch das Auftreten des SS-Oberscharführers Karl Josef Silberbauer unterbrochen, welcher Anne zum Schluss – nachdem die Untergetauchten verraten worden waren – gefangen nahm.

Nach dem Theaterstück hatten die Schülerinnen und Schüler noch die Gelegenheit, mit den beiden Schauspielern ins Gespräch zu kommen. Zunächst ging es um das Leben der Anne Frank, doch schnell kamen heutige antisemitistische und ausländerfeindliche Tendenzen zur Sprache.

Anschließend betrachteten die Anwesenden inwiefern ein heutiger, normaler Tagesablauf zu Zeiten Anne Franks möglich gewesen wäre. Sofort war allen Beteiligten klar, dass ein Leben, so wie wir es heute jeden Tag leben, damals kaum bis gar nicht möglich gewesen wäre.

Wir bedanken uns herzlich bei Daniela Mitterlehner und Christian Katzorke für das sehr gelungene Theaterstück! Außerdem bedanken wir uns bei der Vereinigung der Freunde, Förderer und Ehemaligen für die finanzielle Unterstützung!

Eure SV

Zurück