Bericht zum Sportabend 2019 (19.02.2019)

„Sport am PSG“ -  dieses Motto stellten die Sportlehrkräfte als „lebende“ Buchstaben dem diesjährigen Sportabend des Paul-Schneider-Gymnasiums voran. Die Zuschauer in der vollbesetzten großen Sporthalle, darunter viele Ehrengäste, erwartete ein überaus abwechslungsreiches Programm, welches die Bandbreite des Fachs Sport am PSG eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Zur Begrüßung präsentierten alle 5. Klassen rhythmussicher und wunderbar synchron einen gemeinsamen Tanz.

Der Leiter der Fachschaft Sport, Felix Fey, begrüßte anschließend als Moderator des Abends das Publikum. Er wies darauf hin, dass sich in diesem Jahr die Einrichtung des Sportzugs am PSG zum 50. Mal jährt. Als Teilnehmer des ersten Sportzugs im Jahr 1969 war Horst Klein anwesend, der aus diesem Grund mit einem kleinen Präsent überrascht wurde.

Turbulent wurde dann in das eigentliche Programm gestartet: Auf Skateboards, Inline-Skatern und einem City-Roller zeigte die Klasse 6c ihre Fähigkeiten. Stürze gab es erst am Schluss – und da gehörten sie zur schwungvollen Choreographie.

Ganz zeitgemäß erzählten dann ein Schüler und vier Schülerinnen der Klasse 6b eine zu Hiphop-Klängen getanzte Geschichte über Jungen und Mädchen.

Schon die Vorbereitungen zur nächsten Nummer erregten die Aufmerksamkeit des Publikums: Die Halle wurde mit Matten ausgelegt für die Akrobatik-Vorführung der Mädchen der 6b. Bei über die gesamte Halle verteilten Gruppen durfte man Pyramiden und Hebefiguren bewundern, die durchdacht aufeinander abgestimmt waren.

Der Auftritt der Zirkus-AG ist immer ein Highlight der Sportabende. Er machte erneute Umbauten erforderlich – eine verantwortungsvolle Aufgabe, die der Sport-LK 11 den ganzen Abend über geräuschlos und zuverlässig erledigte.

Der Umbau hatte sich gelohnt: Die Vorführungen der Zirkus-AG nötigten den Zuschauern so manches „Ah“ und „Oh“ ab, denn mit Ein- und Rhönrädern sowie dem Trapezring wurde, ergänzt durch Ball- und Tuch-Jonglagen, ein Kaleidoskop akrobatisch anspruchsvoller und schön anzuschauender Bewegungen erzeugt. Die Szenerie erinnerte an ein buntes Jahrmarktstreiben.

Dass man auch mit einer Frisbeescheibe spannenden Mannschaftssport betreiben kann, führten die Jungen der Klassen 7a/c vor. Aus dem Hochschulsport kommt das „Ultimate Frisbee“, ein schnelles Turnierspiel.

Danach wurde es ästhetisch: Die Mädchen der 7a/c zeigten einen Gymnastiktanz mit Bändern, dessen fließender Eleganz man nicht anmerkte, wie geübt man sein muss, um die Figuren halbwegs fehler- und knotenfrei hinzubekommen. Die Choreographie dazu wurde von den Schülerinnen im Unterricht selbst entwickelt.

Seit mehreren Jahren gibt es jeweils mit einer achten Klasse kooperativen Sportunterricht mit Schülerinnen und Schülern der Bodelschwingh-Schule. Das gemeinsame Klettern an der Kletterwand der Schule war in einem Videofilm zu sehen, den Sarah Brauer und Anthea Wenzel aus der beteiligten 8c unter tatkräftiger Mithilfe von Tim Rech geschnitten und musikalisch unterlegt hatten.

Am Ende des nun folgenden Kinball-Spiels mussten die Zuschauer selbst aktiv werden, denn die Jungs der Klassen 8a/b warfen den Ball auf die Tribüne, nachdem sie ihren Sport kurz vorgestellt hatten. Unter großem Hallo passten Zuschauer und Schüler den Ball, der ca. einen Meter im Durchmesser misst, einige Minuten hin und her.

Damit hatten sie sich die halbstündige Pause verdient, in der man an den gut bestückten Ständen von SV und Spenden-AG Snacks und Getränke erwerben konnte. Die dort engagierten Schülerinnen und Schüler sind immer wieder gern gefragte, bereitwillige Helfer, wenn es um das Catering bei Schulveranstaltungen geht.

Zurück in der Halle, sah diese wieder anders aus: Die Trampolin-AG und die erfolgreichen Turnerinnen des PSG (die erste Mannschaft der Wettkampfgruppe IV, 5. bis 7. Klasse, hat sich für den Landesentscheid am 14. 3. in Edenkoben qualifiziert) zeigten an verschiedenen Geräten, was sie können. Ihre sichtbare Freude an ihrem Sport übertrug sich auch auf die Zuschauer.

Nach einer Basketball-Einheit im Sportunterricht waren bei den Mädchen der 8a/b verschiedene Choreographien entstanden, bei denen der Ball selbst im Mittelpunkt steht. Auffallend war, wie auch die am direkten Geschehen gerade nicht beteiligten Tänzerinnen ins Gesamtbild integriert und die Übergänge zwischen den einzelnen Figuren ohne Leerlauf gestaltet waren. Geradezu professionell wurde hier gezeigt, was „Ball-Aerobics“ heißt, neben dem eigentlichen Basketballspiel mittlerweile ebenfalls Bestandteil des Sportunterrichts.

Großen Stellenwert hat am PSG schon seit langem der Handball. Mit nostalgischer Freude wurde daher das Banner noch einmal entrollt, das die Mannschaft des SSV in Meisenheim empfangen hatte, als diese in Berlin die deutschen Schulmeisterschaften gewonnen hatte – 1992! Der ehemalige Schulleiter, Herr Dörr, hatte es an diesem Abend mitgebracht. Auch diesmal durfte natürlich eine kleine Show mit grundsätzlichen Spielzügen des Handballs nicht fehlen. Diese performten die Jungs des PSG und des SSV aus den Jahrgangsstufen 8 – 10.

Ein weiterer Film zeigte, was im Schwimmbad des PSG so vor sich geht – der Sport-LK 12 gab einen lebendigen Einblick in den Schwimmunterricht in Theorie und Praxis, Schnitt: Juliane Fuchs.

Während die Zuschauer noch amüsiert das Geschehen auf der Leinwand verfolgten, geschahen in der abgedunkelten Halle fast unbemerkt wieder große Aufbauten für den spannungsgeladenen Abschluss dieses kurzweiligen Abends: die „PSG-Ninja-Warriors“.

Angelehnt an die bekannte Fernsehserie hatten in den vergangenen Wochen Ausscheidungs-Wettkämpfe stattgefunden, in denen eine Schülerin und acht Schüler sich qualifiziert hatten, um nun  das Finale auszutragen. Nach atemberaubenden Durchläufen auf dem einfallsreich entworfenden, anspruchsvollen Parcours siegte Jakob Suermann, Jgst. 11, vor seinem Bruder Theo, 8c. Hanna Hill, Jgst. 11, erhielt als einzige weibliche Teilnehmerin ebenfalls eine kleine Aufmerksamkeit.

Viel zu früh für manchen bildeten dann die Sportlehrerinnen und -lehrer nun als lebende Buchstaben das Wort „ENDE“. Den Dankesworten der Schulleiterin an alle Beteiligten und vor allem an die engagierten Sportkolleginnen und -kollegen schloss sich das Hallenpublikum mit langanhaltendem Applaus an. Eine bessere Anschauung für die Vielseitigkeit und das Gewicht des Schulsportunterrichts, als sie dieser Abend geliefert hat, kann es nicht geben. Wir freuen uns heute schon auf den nächsten „Sportabend am PSG“ in zwei Jahren!

 

Frau Westermayer